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Stoccer- die erste Prognosebörse
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Wer wird Weltmeister

Ganz klar: Brasilien. Das denken zumindest die Händler auf der virtuellen Fußballweltmeisterbörse Stoccer.

Bei Stoccer kann man mit virtuellen Aktien der 32 Mannschaften handeln, die ab morgen um den Titel des Fußballweltmeisters 2006 kämpfen.

Der Kurs der Brasilianischen Mannschaft steht inzwischen bei ca. 32,00 Stoccer-Euro, gefolgt von der Deutschen Nationalelf mit ca. 19 Stoccer-Euro.

Entwickelt wurde die Börse am Institut für Informationswirtschaft und -management (IISM) der Universität Karlsruhe zusammen mit den Lehrstühlen für Electronic Commerce der Universität Frankfurt am Main und der Universität Passau.

Die Wissenschaftler unter Leitung von Professor Dr. Christof Weinhardt vom IISM wollen herausfinden, ob sich anhand solch einer virtuellen Börse genaue Vorhersagen über Ereignisse bestimmen lassen.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Marktpreise der einzelnen Nationalteams auf der virtuellen Börsenplattform Stoccer alle im Markt verfügbaren Informationen widerspiegeln. Virtuelle Börsen sind Informationsmärkte, bei denen zukünftige Ereignisse in Form von „virtuellen Aktien“ gehandelt werden können. Bei ähnlichen Experimenten der Forscher mit solchen Märkten, zuletzt etwa zur Landtagswahl in Baden-Württemberg, zeigte sich, dass virtuelle Börsen häufig bessere Ergebnisse lieferten als Meinungsumfragen. Der Grund: „Nicht die persönliche Meinung eines Händlers ist gefragt“, so Professor Weinhardt, „vielmehr wird er für eine möglichst realistische Einschätzung der Situation belohnt“.

Warum beschäftigen sich die Wissenschaftler ausgerechnet mit der Vorhersage des Fußballweltmeisters? Ganz einfach: Millionen von Fans werden das Ereignis vom 9. Juni bis 9. Juli weltweit begeistert verfolgen. Dadurch erhofft sich das Stoccer-Team mehrere zehntausend teilnehmende Händler - eine ehrgeizige Zielsetzung, sagt Weinhardt, „die aber vor allem aufgrund der internationalen Ausrichtung des Projekts nicht unrealistisch erscheint“. Derzeit sind bereits über 1300 Händler registriert. Eine Anmeldung ist weiterhin möglich.

Stoccer ist die erste Prognosebörse, die für Händler aus aller Welt konzipiert wurde. Der Internetauftritt wird in Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch verfügbar sein. Dafür rief das Team eine vierköpfige Redaktion ins Leben, die vor und während der WM die Händler mit aktuellen Meldungen auf dem Laufenden hält.

Zudem führen die Forscher die Händler spielerisch an die Funktionsweise von Börsen heran. Über das Thema „Fußball“ lernen die Mitspieler, wie Angebot und Nachfrage den Marktpreis von Aktien bestimmen und wie sich durch geschickten An- und Verkauf von Aktien der eigene Depotwert steigern lässt. Eventuelle Verluste lassen sich besser verkraften als in der Realität: Die Teilnahme an Stoccer ist kostenlos, gehandelt wird mit virtuellem Geld.



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Post Wirtschaftswissenschaftler richten virtuelle Börse ein 
Wirtschaftswissenschaftler richten virtuelle Börse zur WM 2006 ein

Kann eine Börse den nächsten Fußball-Weltmeister vorhersagen? Dieser Frage gehen Wissenschaftler und Studierende des Instituts für Informationswirtschaft und -management (IISM) der Universität Karlsruhe (TH), des Lehrstuhls für Electronic Commerce der Universität Frankfurt am Main und der Universität Passau nach. Sie gingen vergangene Woche mit der Börse www.STOCCER.de zur Fußball-WM 2006 in Deutschland erfolgreich online. Fans aus aller Welt handeln virtuelle Aktien und prognostizieren so den Turnierverlauf.Bei dem Experiment gehen die Wissenschaftler unter Leitung von Professor Dr. Christof Weinhardt vom IISM davon aus, dass die Marktpreise alle im Markt verfügbaren Informationen widerspiegeln. Virtuelle Börsen sind Informationsmärkte, bei denen zukünftige Ereignisse in Form von „virtuellen Aktien“ gehandelt werden können. Bei ähnlichen Experimenten der Forscher mit solchen Märkten, zuletzt etwa zur Landtagswahl in Baden-Württemberg, zeigte sich, dass virtuelle Börsen häufig bessere Ergebnisse lieferten als Meinungsumfragen. Der Grund: „Nicht die persönliche Meinung eines Händlers ist gefragt“, so Professor Weinhardt, „vielmehr wird er für eine möglichst realistische Einschätzung der Situation belohnt“. Warum beschäftigen sich die Wissenschaftler ausgerechnet mit der Vorhersage des Fußballweltmeisters? Ganz einfach: Millionen von Fans werden das Ereignis vom 9. Juni bis 9. Juli weltweit begeistert verfolgen. Dadurch erhofft sich das STOCCER-Team mehrere zehntausend teilnehmende Händler - eine ehrgeizige Zielsetzung, sagt Weinhardt, „die aber vor allem aufgrund der internationalen Ausrichtung des Projekts nicht unrealistisch erscheint“. STOCCER ist die erste Prognosebörse, die für Händler aus aller Welt konzipiert wurde. Der Internetauftritt wird in Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch verfügbar sein. Dafür rief das Team eine vierköpfige Redaktion ins Leben, die vor und während der WM die Händler mit aktuellen Meldungen auf dem Laufenden hält.Zudem führen die Forscher die Händler spielerisch an die Funktionsweise von Börsen heran. Über das Thema „Fußball“ lernen die Mitspieler, wie Angebot und Nachfrage den Marktpreis von Aktien bestimmen und wie sich durch geschickten An- und Verkauf von Aktien der eigene Depotwert steigern lässt. Eventuelle Verluste lassen sich besser verkraften als in der Realität: Die Teilnahme an STOCCER ist kostenlos, gehandelt wird mit virtuellem Geld. Bei STOCCER winken den erfolgreichsten Händlern Sachpreise im Wert von mehreren tausend Euro. Die Sponsoren Union Investment und EnBW stellen sie bereit. Schirmherr des Projekts ist mit Bernd Hölzenbein ein FIFA WM-Botschafter und Weltmeister von 1974.Nähere Informationen:Stefan LucknerInstitut für Informationswirtschaft und -management (IISM)Telefon 0721/608-8383E-Mail Im Internet www.stoccer.de


Quelle: http://www.news4press.com/





Last edited by CHAPTER11 on 19.06.2006, 09:20; edited 1 time in total
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Post Uni-Professor Martin Spann hat das Projekt mit initiiert 
An der Börse werden große Geschäfte gemacht, Aktien gehandelt, Gewinne und Verluste eingefahren. Und Menschen raufen sich dort ständig die Haare.

Letzteres ist schon der erste direkte Bezug, der sich dieser Tage zur Fußball-Weltmeisterschaft herstellen lässt. Der zweite Bezug dreht sich um die alles beherrschende Frage: Wer wird Weltmeister? In einer Fußball-Börse im Internet können die Weltmeistertitel nun sogar gehandelt und damit der künftige Weltmeister prognostiziert werden. Professor Dr. Martin Spann von der Universität Passau hat das Projekt www.stoccer.de mit initiiert.
„Die Grundidee ist, dass man Märkte für Informationen einsetzt“, sagt Spann. Der Preis der virtuellen Aktien spiegele die Einschätzung der Händler wider: Je wahrscheinlicher ein Land Weltmeister wird, desto höher steigen die Fußballaktien. Mittlerweile haben sich schon über 1500 Händler angemeldet - das Portal ist in deutsch, englisch, französisch und spanisch abrufbar. „Stoccer“ wurde von Wissenschaftlern und Studenten der Universität Karlsruhe, des Lehrstuhls für Electronic Commerce der Universität Frankfurt und dem Passauer Lehrstuhl für Absatzwirtschaft und Handel konzipiert.
Anmelden kann sich auf dieser Seite jeder. „Je mehr mitmachen, desto besser ist es“, sagt Professor Martin Spann. Allerdings ist ein gewisses Grundwissen über Aktienhandel von Vorteil. „Die Fußballbörse könnte für manche vielleicht ein passender Einstieg in das Thema sein“, sagt Spann. „Hier kann man gefahrlos rumexperimentieren.“
Dass Märkte und Börsenergebnisse durchaus mit den Ergebnissen von Umfragen als Prognosemittel mithalten können, ist längst bekannt. Ende der 80er Jahre wurde der Handel mit Schein-Aktien zum ersten Mal in der Wahlforschung eingesetzt. Jetzt geht es darum, herauszufinden, wie die Händler ihre Entscheidungen treffen, erklärt Spann. Wie handelt ein Händler bei neuen Einflüssen? Im Internet können sofort Fußball-Aktien gekauft oder abgestoßen werden - je nach Spielverlauf und Ergebnissen. Wer also zum Beispiel viele Polenaktien gekauft hatte, hat nun wohl ein Verlustgeschäft gemacht. Die Nachbarn aus dem Osten sind nämlich ausgeschieden bei der WM. „Neue Informationen verursachen neue Kurse“, bringt es der 34-jährige Passauer Professor auf den Punkt.
Spann hatte sich bereits in seiner Dissertation „Virtuelle Börsen als Instrument zur Marktforschung“ mit dem Thema beschäftigt, 2002 bis 2005 habilitierte er sich an der Uni Frankfurt mit einer Arbeit über „Reverse Pricing“. Seit Oktober ist Martin Spann Professor in Passau - mit Abstand der jüngste an der gesamten Uni.

Quelle: Passauer Neue Nachrichten



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