
Rattenhandel - 515 Prozent Gewinn
Die hässliche Seite des Booms: Chinas Aktienmarkt weckt Begehrlichkeiten. Doch die Aussicht auf schnelle Profite verführt immer mehr Unternehmen und Spekulanten zu illegalen Praktiken.
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Nach Medienberichten vom Dienstag will die Pekinger Bankenaufsicht acht große Geldinstitute und mehrere führende Manager bestrafen. Die Banken hätten Unternehmen Geld geliehen, um auf den überhitzten Aktienmärkten zu investieren. Auch die Börsenaufsicht wird aktiver.
"Viele Chinesen verstehen nicht, dass es illegal ist, mit Insiderinformationen andere Investoren zu übervorteilen", zitierte das kritische Wirtschaftsmagazin Caijing einen Manager der Schanghaier Börse. Aufsehen erregte kürzlich der Fall des Baumaterialherstellers Hangxiao Steel Structure aus der ostchinesischen Küstenprovinz Zhejiang.
Großauftrag aus Angola
Die Papiere des Unternehmens werden in Schanghai gehandelt. Zwischen Februar und Mai kletterte der Kurs um 515 Prozent. An 24 Tagen verbesserte sich die Aktie um je zehn Prozent - das ist nach den Regeln der Schanghaier Börse die Obergrenze.
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Quelle: sueddeutsche.de